Howtos

»Mit Hängen und Würgen«
Praktiken


Für alle hier geschilderten Praktiken gilt:
Wenn es sich irgend vermeiden lässt, nicht alleine spielen!
Siehe dazu auch die Warnhinweise unter Autoerotische Praktiken.

Die Vorlieben bei Atemkontrollspielen sind unterschiedlich: Manche schätzen einfach die physiologischen Folgen des Sauerstoffmangels, anderen sagt der symbolische Reiz dramatischer Würge- oder Hängeszenarien zu, manche lieben das Machtspiel, die Sauerstoffzufuhr des Partners kontrollieren zu können oder von ihm so weitgehend kontrolliert zu werden (oder sich das in Ermangelung eines Partners vorzustellen), manche liebäugeln mit der Todesangst, die unter Umständen ins Spiel kommt. Das alles kann zusammen auftreten, muß es aber keineswegs. Nicht alle Praktiken passen zu allen Phantasien. Fast alle Praktiken führen durch Sauerstoffmangel im Gehirn zu Euphorie und leichter hervorrufbaren, intensiver empfundenen Orgasmen.

Grundsätzlich sind einige Punkte zu beachten:


Blockieren der Atemwege

Das einfachste Verfahren ist das Zuhalten von Mund und Nase. Hat man zu kleine Hände, kann es schwierig sein, den Mund effektiv zu verschließen; es empfiehlt sich die Verwendung von Klebeband. Man sollte darauf achten, daß das Klebeband nicht allzu stark klebt, da das Abziehen sonst unangenehm werden kann. Bei jeder Art von Klebeband kann es zu Hautreaktionen auf den Klebstoff kommen.

Wäscheklammern eignen sich nur mäßig zum Verschließen der Nase; besser sind spezielle Nasenklemmen, wie man sie beim Schwimmen verwenden kann (erhältlich in Sportfachgeschäften).

Beim Facesitting oder Queening sitzt man auf dem Gesicht des Partners. Ob dabei das volle Gewicht auf dem Kopf des Partners lasten soll oder ob man sich teilweise anderswo abstützt, ist Geschmackssache (des untenliegenden Partners). So lassen sich Mund und Nase teilweise oder vollständig verschließen. Auch andere Körperteile (Bauch, große Brüste) eignen sich dazu, Mund und Nase eines bewegungsunfähigen Partners zu blockieren.
Nachteil: Man kann das Gesicht des Partners nicht sehen.

Ledermasken, Latexmasken ... Nachteil: Man kann das Gesicht des Partners nicht sehen.

Gasmasken gibt es in Army-Shops oder Schwulenläden (oder schwulen Armyshops) gebraucht für wenig Geld zu kaufen. Nachteil: Man kann das Gesicht des Partners nicht sehen.

"Gasmasken eignen sich vorzüglich für die Atemkontrolle. Man kann nach dem Abschrauben des Filters sehr gut mit vorgelegter Hand die Sauerstoffzufuhr regulieren. Ein netter Trick ist das Einlegen eines dänischen 5-Kronenstücks. Dieses paßt genau in die Öffnung der Gasmaske, und reduziert die Atmung auf das viel kleinere Loch in seiner Mitte."
(Das SM-Handbuch, Matthias T. J. Grimme, Charon-Verlag Hamburg 1996)

Masken haben auf der anderen Seite den psychologischen Vorteil, daß sie Distanz zum "Opfer" schaffen, was gerade in einer Beziehung erwünscht sein kann.

Plastiktüten können dem Partner über den Kopf gezogen und am Hals zugehalten werden. Entweder läßt man einen Luftvorrat in der Tüte, so daß der Sauerstoffgehalt der Atemluft langsam abnimmt (siehe auch Einschränkung der Sauerstoffzufuhr), oder man befestigt die Tüte eng um den Kopf. Durchsichtige Tüten, durch die man das Gesicht des Partners sehen kann, sind vorzuziehen. Sie sollten dünn genug sein, daß man bei Bedarf leicht Löcher bohren oder die Tüte aufreißen kann. Kleine Atemlöcher erschweren das Atmen. Man kann den Kopf in der Plastiktüte mit Klebeband umwickeln und hat damit einen billigen Ersatz für das interessante beengende Gefühl, das die teuren Leder- oder Latexmasken bieten. Allerdings muß die Tüte samt Klebeband weiterhin schnell zu entfernen sein - eine "Sollbruchstelle" ohne Klebeband, an der man die Tüte aufreißen kann, ist zum Beispiel hilfreich.

Ventilartige Konstruktionen ermöglichen nur langsames Einatmen. Am einfachsten ist es, ein Stück Plastik, Gummi, Latex oder Klebeband so vor den Nasenlöchern zu befestigen, daß es bei vorsichtigem, beherrschtem Atmen zwar Luft einläßt, die Nase aber bei hastigen Atemzügen verschließt. Auch Konstruktionen mit Fahrradventilen oder Schnorcheln bieten sich an.

Atmet der Partner durch einen Schlauch oder Schnorchel, kann man den Schlauch zudrücken oder den Schnorchel zuhalten - der Partner kann dann nicht so leicht sehen, wann die Luftzufuhr das nächste Mal abgeschnitten wird. Bei Schläuchen sollte man beachten, daß mit zunehmender Länge oder zunehmendem Durchmesser immer mehr Luft einfach nur im Schlauch hin- und hergeschoben wird (Pendelluft), so daß nicht genug Sauerstoff beim Partner ankommt.


Einschränkung der Brustatmung

Am einfachsten und je nach eigenem Gewicht unter Umständen sehr wirkungsvoll ist es, sich auf den Brustkorb des Partners zu setzen. Die Wirkung wird durch eine harte Unterlage noch verstärkt.

Mit Korsetten lassen sich Bauch und Brustkorb einschnüren und so die Brustatmung einschränken. Das Risiko hierbei ist vermutlich gering, da es aus technischen Gründen kaum möglich sein dürfte, mit einem Korsett den Brustkorb gefährlich zu komprimieren.

ZurrgurtIm Baumarkt gibt es für wenig Geld (ab DM 5,-) Zurrgurte mit Ratsche zum Spannen zu kaufen. Der Gurt ist üblicherweise zu lang und muß ein paar Meter gekürzt werden, dann kann man ihn gut um den Brustkorb legen. Aus praktischen und gesundheitlichen Gründen ist eine Anbringung etwa zehn Zentimeter unter den Brustwarzen am günstigsten. Bevor man den Gurt ernsthaft anzuziehen beginnt, sollte man unbedingt testen, ob der Auslösemechanismus der Ratsche funktioniert; leicht hat man falsch eingefädelt oder das Ding klemmt einfach. Die Ratsche ist ein kräftiges Gerät; sie muß sehr vorsichtig eingesetzt werden, sonst werden Brustkorb und Herz in Mitleidenschaft gezogen. Mäßiges Anziehen hat bereits einen beklemmenden Effekt. Mit ein bis zwei Tage anhaltenden Druckspuren auf der Haut ist zu rechnen. Wie immer gilt: Man sollte zumindest wissen, wo der Gurtschneider oder die Schere herumliegen. Wo der Gurt an der Ratsche ansetzt, gibt es eine Schlaufe, in die man die Schere auch unter Zug schieben kann. Wer den beunruhigenden Effekt des Spanners nicht schätzt, kann natürlich auch einfach einen Gürtel verwenden - damit kann man weniger Schaden anrichten.
In der Literatur ist folgender Fall (mit tödlichem Ausgang) belegt, dem man sowohl praktische Anregungen als auch warnende Hinweise entnehmen kann:

"Ein 19 Jahre alt gewordener Mann war in seinem Zimmer des Elternhauses leblos im Bett liegend aufgefunden worden. Die Leiche war bekleidet mit einem Druckluft-Overall, wie ihn Militärjet-Piloten zur Unterstützung des venösen Blutrückflusses benutzen. Dieser war über einen Schlauch mit einem 12-Volt-Kompressor verbunden. Der Anzug war in den Kammern prall mit Druckluft gefüllt und lag ausgesprochen eng dem Körper an. Unter dem Druckanzug trug der Mann einen Gymnastikanzug und darunter wiederum einen Neopren-Anzug. Die Beine waren am Fußende des Bettes mit Gurten befestigt und die Arme in Höhe der Ellenbogengelenke mit Spannriemen hinter dem Rücken fixiert. Der Kopf steckte in einem Motorradhelm. Nach Abnahme des Helmes zeigte sich der Kopf noch bekleidet mit einer grobgestrickten Sturmmaske mit Aussparungen für Mund und Augen, darunter wiederum eine dünnere Motorradhaube mit der großen Gesichtsöffnung am Hinterkopf und schließlich eine feste Elastikmaske mit einer kleinen Aussparung am Mund. [...]
Nach dem Ergebnis der Obduktion sowie der Auffindesituation war der Mann an einer Erstickung infolge Thoraxkompression verstorben. Der Druckanzug war durch den angeschlossenen Kompressor derart ausgeprägt mit Luft gefüllt, daß es zu einer massiven Kompression des Thorax mit Behinderung der Atemexkursionen und des venösen Rückflusses zum Herzen gekommen war. [...]
Tödlich verlaufende autoerotische Unfälle durch mechanische Behinderung der Atemexkursionen sind ausgesprochen selten und wurden nur vereinzelt berichtet. Durch den hier mit Druckluft prall gefüllten und äußerst eng am Körper anliegenden Pilotendruckanzug (beim Eintreffen der Feuerwehr soll der Kompressor noch gelaufen sein) waren Atemexkursionen kaum noch möglich. Sowohl die thorakale Atmung, die vermutlich zwischen expiratorischer Ruhelage und extrem forcierter endexpiratorischer Stellung nicht mehr nennenswert möglich gewesen sein dürfte, als auch die abdominale Atmung waren durch den Anzug maximal eingeschränkt.
Durch die Fixation des Thorax steigt überdies der elastische Widerstand des Atmungsapparates bei gleichzeitigem Absinken der Compliance. Die Atemarbeit gegen den erheblichen Widerstand nimmt zu, und überproportional zur Atemarbeit steigt der Energiebedarf der Atemmuskulatur, was die allgemeine asphyktische Situation zusätzlich begünstigt.
Überdies waren im vorliegenden Fall die Arme in den Ellenbogengelenken am Rücken mittels Spannriemen fixiert, was thorakale Atembewegungen zusätzlich einschränkte. Hinzu kam, daß der Mann sein Gesicht und somit die Atemöffnungen mit drei verschiedenen Masken bedeckt hatte und der Kopf in einem Helm steckte." (RS97)

Pilotenanzüge gibt es hin und wieder gebraucht auf Flohmärkten oder in Army-Shops zu kaufen. Wie man sieht, empfiehlt es sich dringend, einen Partner hinzuzuziehen.

hier noch Einschnüren des Bauchs erwähnen

Generell sollte man folgendes beachten:


Einschränkung der Sauerstoffzufuhr

Hier sind die Praktiken aufgeführt, bei denen der Sauerstoffgehalt der Atemluft beeinflußt wird. Die Wirkung ist teilweise die gleiche wie bei Praktiken, die nur die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn einschränken; solche Praktiken sind unter Kompression des Halses aufgeführt.

Die Luft, die wir einatmen, enthält ungefähr 20 Prozent Sauerstoff; beim Ausatmen sind davon noch 16 Prozent übrig, so daß man die Atemluft noch das ein oder andere Mal recyceln kann. Eine Tüte über dem Kopf wie oben beschrieben bietet sich an; ansonsten gibt es Hyperventilationsmasken aus dem Rettungsdienst: Plastiktüten mit einem speziellen Mundstück, das man aufs Gesicht preßt. Man kann sich auch vom Partner Mund-zu-Mund oder Mund-zu-Nase beatmen lassen; das ist allerdings nicht ganz einfach durchzuhalten.

Das Inhalieren von Gasen, die die normale Atemluft verdrängen und so zu einer Sauerstoffmangeleuphorie führen, sollte man vermeiden. Hin und wieder wird von Jugendlichen berichtet, die Propan oder Butan (aus Campinggaskartuschen) einatmen. Das ist hochgradig ungesund, führt zu schweren Schäden an Leber, Nervensystem, Herz und Gefäßen und kann sogar unmittelbar tödlich wirken (nicht nur durch Ersticken, sondern auch durch die Wirkung aufs Herz). Finger weg! Weniger ungesunde Möglichkeiten finden sich unter Inhalation von Substanzen.

Der folgende Punkt gehört eigentlich nicht wirklich in diese Rubrik, da man dabei nicht die Sauerstoffzufuhr einschränkt, aber er war auch nirgendwo anders unterzubringen:

"Zu den Sauerstoffmangelzuständen gehört auch das aus Amerika 'importierte' sog. 'Ohnmachtsspiel' von Schulkindern. Dieses besteht darin, daß ein Kind nach mehrfachem tiefem Durchatmen von einem anderen von hinten im unteren Brustkorbbereich umfaßt und gepreßt wird, bis es zusammensackt. Das Pressen bewirkt (wie beim Valsalva-Phänomen) reflektorische Pulsverlangsamung, Blutdruckabfall und damit akuten Sauerstoffmangel im Gehirn, was mit (durch hypoxämische Euphorie bedingten) intensiven Träumen verbunden sein soll." (Sch92)

Viele haben dieses Spiel als Kinder praktiziert; ob es bei Erwachsenen auch funktioniert und was die Risiken dabei sind, weiß ich nicht. Recherche nicht abgeschlossen.


Kompression des Halses

Hier muß man unterscheiden zwischen Techniken, bei denen die Schlagadern abgedrückt werden und Techniken, bei denen die Atemwege verschlossen werden. Beim Würgen z.B. werden die Atemwege verschlossen, die Schlagadern bleiben aber im Normalfall durchgängig (siehe Grundlagenwissen: Erwürgen). Beim Hängen werden in erster Linie die Schlagadern abgedrückt; die Atemwege bleiben ganz oder teilweise offen (siehe Grundlagenwissen: Erhängen). Beim Drosseln, also beim Einsatz von Hilfsmitteln wie Stricken oder Schals, kommt es je nach verwendetem Hilfsmittel zu einer Kombination: die Atemwege können verschlossen, die Schlagadern können abgedrückt werden (siehe Grundlagenwissen: Erdrosseln). Verfärbt sich das Gesicht dabei dunkel, liegt das an der Blutstauung in den Halsvenen - das Blut kann nur noch schlecht aus dem Kopf abfließen.

Würgen

 

Drosseln

Würgehalsbänder für Hunde (Abbildung)
aufpumpbare Blutdruckmanschetten
hier Abdrücken der Schlagadern unterbringen

Hängen

henkersknoten.gif (44668 Byte)
Quelle: Ripault, Franck: Klassische Knoten.
Heel Verlag, Königswinter, 2000

Untertauchen im Wasser

Ein Wassereimer oder die Badewanne eignen sich, um den Kopf des Partners darin unterzutauchen. Man sollte den Partner zum Untertauchen nicht am Halsband packen, da so die Risiken zweier Praktiken zusammenkommen: an den Haaren packen genügt. Dabei kann man als zusätzliche Schikane ein Handtuch um den Kopf wickeln: das Handtuch saugt sich mit Wasser voll, wodurch das Opfer nach dem Hochziehen noch einige Sekunden warten muß, bis das Handtuch wieder luftdurchlässig wird. Um den Kopf schlingen und die losen Enden hinten am Kopf und Hals zusammenfassen. Nachteil: man kann das Gesicht des Partners nicht sehen.

Risiko: Aspiration


Inhalation von Substanzen

Die Inhalation von Substanzen bei Atemkontrollspielen ist nicht ungebräuchlich; in der medizinischen Literatur wird sie oft in diesem Zusammenhang erwähnt. Fast alle traditionell von experimentierfreudigen Jugendlichen verwendeten Stoffe (bewußtseinsverändernde Lösungsmittel oder Stoffe wie Butan oder Propan, die nur durch die Verdrängung der normalen Atemluft wirken) sind allerdings ausgesprochen ungesund. Sie führen unter anderem zu Nerven- und Leberschäden, können aber durch ihre ungünstige Wirkung aufs Herz (insbesondere 1-1-1-Trichlorethan und Fluorkohlenwasserstoffe) auch unmittelbar tödlich wirken. Es gibt nur zwei legale und frei erhältliche Substanzen, die sich für diese Spiele eignen, ohne (bei sachgemäßem Gebrauch) Gesundheitsschäden zu verursachen: Poppers (Amylnitrit) und Lachgas (Distickstoffoxid).

Poppers:

Die Wirkung von Poppers kann subjektiv ähnlich empfunden werden wie die Wirkung mancher Atemkontrollspiele. Durch die starke Blutdrucksenkung verschlechtert sich akut die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Auch in der Literatur wird vorgeschlagen "... hartnäckige Fälle [von Asphyxiophilie] mit Amylnitrit [zu] behandeln, das ähnliche Empfindungen bei viel geringerem Risiko hervorruft." (BH91). Es handelt sich nicht um eine bewußtseinsverändernde Substanz. Auch wenn der Geruch an Lösungsmittel erinnert, sollte der Poppersgebrauch auf keinen Fall mit dem Lösungsmittelschnüffeln von Jugendlichen in einen Topf geworfen werden. Lösungsmittelschnüffeln verursacht heftige Schäden an Leber und Nervensystem, während bei sachgemäßem Poppersgebrauch an Folgeschäden lediglich eine leichte Abnahme der Lymphozytenanzahl für etwa eine Woche berichtet wird. Das schwächt das Immunsystem vorübergehend, ist sonst aber nicht weiter dramatisch. Es gibt belegte Todesfälle durch Verschlucken von Poppers oder dadurch, daß die Flüssigkeit Bewußtlosen in Mund oder Nase läuft; es sind aber keine Todesfälle oder Gesundheitsschäden durch bestimmungsgemäßen Gebrauch bekannt (Ausnahme: Kombination mit Viagra).

"Trotz der weiten Verbreitung des Gebrauchs flüchtiger Nitrite für sexuelle Zwecke sind uns keine Berichte über autoerotische oder andere sexuelle Unfälle bekanntgeworden, die auf die Inhalation flüchtiger Nitrite zurückzuführen waren. Tatsächlich hatte keiner der siebenundvierzig Pathologen, die sich an einer zugesandten Umfrage beteiligten, jemals einen Todesfall durch Isobutylnitrit oder Amylnitrit gesehen." (HDB83)

Da Poppers unter anderem aufs Herz wirken, sollte man in Anbetracht der übrigen Herzrisiken nicht noch zusätzlich andere Atemkontrollpraktiken einsetzen. Die Kombination Poppers-Viagra kann tödlich sein - Finger weg!

Weitere Informationen zum Thema Poppers finden sich unter www.datenschlag.org/howto/info/poppers.htm und unter hm-leder.com/System/Poppers2.html.

Lachgas:

"N2O ist ein schwaches anästhetisches Gas, das auch heute noch sehr häufig in der Medizin zur Einleitung einer tieferen Narkose verwandt wird, allerdings immer in Verbindung mit anderen Narkotika, da N2O nur schmerzstillende Funktion hat. N2O ist eines der ältesten und nebenwirkungsärmsten Narkotika überhaupt. Lachgas wirkt stark analgetisch (gegen Schmerz wirksam), schwach narkotisch und hat keine muskelrelaxierende (muskellähmende) Wirkung. [...] Lachgas bindet nicht an Hämoglobin und wird genauso wieder ausgeschieden, wie es eingenommen wurde. Spätestens eine Stunde nach Einnahme sollten alle Reste von N2O aus dem Körper verschwunden sein." (Lachgas-Info)

Lachgas ist legal, in Drogentests ist es nicht nachweisbar. Es kann erotisch stimulierend wirken, muß aber nicht. Bei übermäßigem Konsum führt es zu Vitamin B12-Mangel. Zu Todesfällen im Zusammenhang mit Lachgas (z.B. RS97) kommt es bei Konzentrationen über etwa 65 % durch einfaches Ersticken, wenn zusätzlich zum Lachgas nicht genügend Sauerstoff zugeführt wird. Das passiert zum Beispiel, wenn man Lachgas allein konsumiert und sich dazu Konstruktionen bastelt, die die Atemmaske auch dann unverrückbar vor Mund und Nase halten, wenn man das Bewußtsein verliert. Professionelle Studios verfügen manchmal über Lachgasnarkosegeräte. Für den weniger gut ausgerüsteten Haushalt wird ein mäßiger und nicht zu häufiger Gebrauch unter Zuhilfenahme von Luftballons empfohlen. Näheres siehe Lachgas-Info.


Mindgames

"Veranstalte vorgetäuschte Atemkontrollspiele, indem du deinem Partner / deiner Partnerin sagst, daß er/sie in einem Glaskasten eingesperrt ist und die Luft langsam knapp wird. Er/Sie hat fünf Minuten, um dich mit flehenden Gesten zu überreden, ihn/sie freizulassen, während er/sie wegen des Sauerstoffmangels immer schwächer wird. Vielen Dank an Akasha von alt.sex.femdom für diese Idee." (Quelle: ein Usenet-Beitrag von 1996)

"Wir hatten diese Exekutionsspiele schon früher inszeniert, so daß ich ihm keine Anweisungen zu geben brauchte. Er sollte so tun, als hätte er noch etwa drei Minuten zu leben, eingeschlossen in eine luftdichte Kammer oder zum Tod durch Giftgas verurteilt, und er sollte tapfer dagegen ankämpfen, bis ich käme, um ihn zu erretten.
Und das konnte er wirklich gut. Perfekt und doch jedesmal anders. Wie er an seinen Handschellen riß, so daß sie ihm in die Handgelenke einschnitten, als spielte es keine Rolle. Wie er den Kopf zurückwarf, um qualvoll nach Luft zu schnappen, wie er mich verzweifelt ansah, die Haare schweißnaß vor Verzweiflung, die Wimpern tränenfeucht.
Ich fühlte mich so kurz vor dem Orgasmus, aber es war eine andere Art der Befriedigung. Ich sah nur zu, emotionslos, wie sein Todeskampf schwächer wurde und ihm das Atmen immer schwerer fiel.
Dann packte es mich auf einmal, wie eine sinnliche Überreizung, wie ein geistiger Orgasmus. Ich schauderte, ich fühlte den kalten Schweiß auf meinem Körper und plötzlich wollte ich weinen, ich dachte "Mein Gott, was tu ich ihm da an?" Ich befreite ihn eilig, warf mich zitternd in seine Arme und sagte ihm, daß es mir leid tat. Er lachte leise in mein Ohr und sagte, daß alles in Ordnung war, daß er nur gespielt hatte und ich kein schlechtes Gewissen zu haben brauchte."
(The Topping Book, Dossie Easton, Catherine A. Liszt, Greenery Press 1995)

 

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