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Der Papiertiger: BDSM Berlin e.V.

 
   
   
   
   
   
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Der Papiertiger ist eine Enzyklopädie des Sadomasochismus, zusammengestellt von Datenschlag. Hier versuchen wir, möglichst umfassend, Begriffe aus dem SM-Bereich zu erklären.


BDSM Berlin e.V. wurde als Verein im September 1999 gegründet und ins Vereinsregister eingetragen. Es ist gegenwärtig (August 2000) die einzige sadomasochistische Gruppe, die als gemeinnützig und als besonders förderungswürdig anerkannt ist. Schon im Jahr der Gründung wurde BDSM Berlin e.V. die größte SM-Organisation in Berlin.

BDSM Berlin e.V. ist aus einem regelmäßigen Stammtisch des IRC-Channels #bdsm.de entstanden. Dieser im Jahr 1997 eingerichtete Stammtisch war die Grundlage, auf der 1998 zunächst die Einrichtung eines niedrigschwelligen Treffen für Neulinge und im Jahr darauf dann die Vereinsgründung erfolgte.

BDSM Berlin e.V. ist in seiner Struktur von Anfang an stark durch das Internet und die so möglich gewordenen neuen Kommunikationsformen geprägt gewesen. Als eine der ersten Gruppen in Deutschland realisierte BDSM Berlin e.V. die Organisation konsequent von Anfang an per Mailinglisten und das öffentliche Auftreten durch eine Website (www.bdsm-berlin.de). Die Website versteht sich dabei nur zum Teil als Visitenkarte von BDSM Berlin e.V.; sie stellt gleichzeitig mit einer Liste der SM-Läden im Berliner Raum und einer Terminliste ein Informationsportal für alle Sadomasochisten aus dem Berliner Raum dar.

Website von BDSM-Berlin im Jahre 2000

In der Selbstdarstellung von 2000 heisst es:

Alle Aktivitäten von BDSM Berlin werden von den Teilnehmern getragen. Man braucht kein Vereinsmitglied zu sein, um sich aktiv zu beteiligen.

Der Verein tritt gegenüber der Öffentlichkeit als Ansprechpartner auf und gewährt finanzielle und organisatorische Unterstützung bei darüber hinausgehenden Veranstaltungen wie z. B. Workshops.

Wir wollen in Berlin eine Anlaufstelle für Sadomasochisten aller sexuellen Ausrichtungen bieten, die Ängste während des Coming-Out durch Information, aber vor allem durch das Gefühl der Solidarität abbaut. Manifeste, Visionen, programmatische Erklärungen und ausdrückliche Grundsätze versuchen wir zu vermeiden. Ein großer Teil der Probleme, die Sadomasochisten mit sich und ihrer Umwelt erleben, beruht auf einem Mangel an Information und Infrastruktur, den wir mit praktischen "low-tech"-Lösungen zu beheben versuchen.

BDSM Berlin e.V. versteht sich als offene Gruppe, die insbesondere Einsteigern den Weg zum Akzeptieren ihrer Sexualiät erleichtern soll. Zu diesem Zweck wurde mit dem "Berlin Munch" ein der Tradition der amerikanischen Munches verpflichtetes niedrigschwelliges Angebot geschaffen. Der Schwerpunkt liegt hier nicht auf Gesprächen über SM-Themen, sondern auf einer Stärkung der Selbstakzeptanz der Beteiligten und der Schaffung eines "geschützten Raums", in dem die Teilnehmer ohne Furcht vor Ablehung agieren können. BDSM Berlin e.V. veranstaltet (Juni 2000) sechs solcher Treffen pro Monat. Daneben werden Themenabende zur Vertiefung bestimmter Fragen und eine Einsteigerbetreuung, die das gezielte Ansprechen von Fragen ermöglichen soll, angeboten.

 

Auf diesen Eintrag verweisen: bdsm.de, Frauen, Kink Aware Professionals, Munch

Nach BDSM Berlin e.V. suchen in: Google Search  |  Datenschlag  |  Fireball  |  Altavista  |  Google Groups

Kommentare und Ergänzungen zu diesem Papiertiger-Eintrag:
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