Papiertiger

Der Papiertiger: Manga

 
   
   
   
   
   
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Male Domination
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Manifest, sadomasochistisches
Mano Destra

Der Papiertiger ist eine Enzyklopädie des Sadomasochismus, zusammengestellt von Datenschlag. Hier versuchen wir, möglichst umfassend, Begriffe aus dem SM-Bereich zu erklären.



Name für Comics aus Japan, 1815 von dem jap. Zeichner Hokusai geprägt und später generisch.

Als Industrie entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg als Lehrmittel für Kinder, sind sie inzwischen für jede Altersgruppe und mit jedem Inhalt zu finden. Ein Drittel der japanischen Druckerzeugnisse sind Comics, allein 1986 wurden über 1.5 Milliarden Comic-Magazine und Bücher verkauft1. Japan verbraucht mehr Papier für die Herstellung von Comics als für Klopapier2.
Lange Zeit außerhalb Japans völlig unbekannt, beginnen sie nach zögerlichen Anfängen ab 1987 sich flutartig über die USA und hauptsächlich über England nach Europa zu verbreiten, besonders nachdem der Zeichentrickfilme Akira in die Kinos kam. Neben rein technischen Schwierigkeiten (Mangas werden im Original von hinten nach vorne und von rechts nach links gelesen) machten auch kulturelle Unterschiede Probleme: So erscheinen die stubsnasigen weiblichen Figuren mit ihren Kulleraugen dem westlichen Betrachter anfänglich gefährlich nah an der Darstellung von Kindern, besonders in pornographischen Situationen. Im Gegensatz zu insbesondere den amerikanischen Comics wird mehr Wert auf visuellen Eindruck als auf Photorealismus gelegt. Daher sind Explosionen eher laut und grell als sprengtechnisch korrekt und Schatten sind nicht immer dort, wo man sie erwarten würde.

Hier interessant sind Mangas und besonders ihre Zeichentrickversionen Anime wegen der völlig anderen Einstellung der Japaner zum Sadomasochismus, siehe Japan. Zwar sind die Klassiker der japanischen Bondage-Comics (noch) nicht übersetzt worden, teilweise wegen westlicher Zensurbestimmungen, aber mit Bondage Fairies3 wurde ein Anfang gemacht und es ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis mehr nachkommen.

Hentai-Mangas, die eigentständige Geschichten, Charaktere, etc. hervorgebracht haben, sind relativ selten. Allerdings kann man auf die sogenannten "Doujinshis" zurückgreifen; diese sind meist pornographische von japanischen Nachwuchsmangaka gezeichnete Mangas, die an eine bekannte Anime/Manga-Serie anknüpfen. "Bishoujo Senshi Sera Muun" (oder zu Deutsch: Sailor Moon - das Mädchen mit den Zauberkräften) ist das beste Beispiel dafür. Um sich im japanischen Hentai-Manga-Dschungel durchzufinden genügen wenige Begriffe; 2 der wichtigsten sind: Yaoi und Yuri. Yuri meint "lesbisch" und Yaoi meint "homosexuell".

Da die Synchronisation der Zeichentrickfilme, also Animes, wesentlich einfacher ist als die Übersetzung von Mangas, sind dort mehr Themen außerhalb des Mainstreams zu finden. In Städten mit großer japanischen Präsenz (z.B. Düsseldorf) können teilweise Animes und Mangas im unzensierten Original auch zu pikanteren Themen gekauft werden, wenn auch zu unglaublichen Preisen. Vgl. Anime.

Bondage Fairies, Antarctic Press 1995

Empfehlenswerte Lektüre zum Thema Hentai ist das Sonderheft der Zeitschrift AnimaniA mit dem Titel: "AnimaniA Adult Special"

Literaturhinweise:

1Dieser Literaturverweis ist noch ungültig.
  Wir arbeiten dran.
2 Bane, Bob:
    Project Anime  [Details]
3 Kondom:
    Bondage Fairies Collected  [Details]

 

Auf diesen Eintrag verweisen: Anime, Comics, Japan

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Stand: 08.03.2003.

 

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