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Der Papiertiger: Wachs

 
   
   
   
   
   
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Der Papiertiger ist eine Enzyklopädie des Sadomasochismus, zusammengestellt von Datenschlag. Hier versuchen wir, möglichst umfassend, Begriffe aus dem SM-Bereich zu erklären.



Kerzenwachs ist meist ein Gemisch aus Stearin, Paraffin und gehärteten Fetten, evtl. noch mit Zusätzen wie Parfümölen, Farbstoffen und Metallstaub.

Durch Kerzenwachs, das man auf die Haut des Bottoms träufelt, lassen sich Empfindungen zwischen einem angenehmen Wärmegefühl und heftigen Schmerzen hervorrufen. Wichtig für das Verhalten des Wachses sind dabei zwei Faktoren: Die Temperatur und die Fähigkeit zur Wärmespeicherung. Die Temperatur von flüssigem Wachs liegt immer zwischen der Schmelztemteratur und der Tempertatur, bei der es verdampft.
Das Wachsgemisch in Grablichtern enthält einen hohen Ölanteil und sein Schmelzpunkt liegt kaum über Körpertemperatur, was diese Kerzen für erste Versuche empfehlenswert macht. Flüssiges Bienenwachs ist heißer als das Wachs anderer Kerzen, wodurch es viel leichter zu Verbrennungen führt. Farb- und Duftstoffe im Wachs können ebenfalls zu einem höheren Schmelzpunkt bei Kerzen führen, deshalb sollten bunte oder parfümierte Kerzen entsprechend vorsichtiger getestet und verwendet werden.

Werden größere Mengen Wachs in einem Gefäß geschmolzen, steigt die Gefahr von Verbrennungen, da zum einen eine viel größere Wärmemenge von der Haut verkraftet werden muß, zum anderen die Temperatur deutlich höhere Werte als bei einer brennenden Kerze erreichen kann. Während bei einer Kerze nur der brennende Docht das Wachs flüssig hält ist bei der Erhitzung in einem Gefäß die Wärmezufuhr viel großflächiger, wodurch die Temperatur näher an dem Verdampfungspunkt liegt als bei einer Kerze.

Die Wärmespeicherung ist ein Maß, wie schnell die Wachssorte Wärme wieder abgibt. Normales Wachs kühlt sich rasch ab, meist reicht die Fallstrecke zwischen Kerze und Haut aus, um die Temperatur auf ungefährliche Werte zu senken. Auch hier ist bei Kerzen mit Farb- oder Duftstoffen Vorsicht geboten.

Aufgrund der wechselnden Zusammensetzung lassen sich geeignete und weniger geeignete Kerzen kaum bestimmen; es empfiehlt sich, mit jeder neuen Kerzensorte in großzügig bemessener Distanz zum Körper zu beginnen und sich langsam an den richtigen Abstand heranzutasten.
Außer dem Kopf (wegen der Augen und Ohren) und dicht behaarten Regionen kann Wachs an allen Körperteilen angewendet werden - inklusive der Schleimhäute der Genitalien. Hierbei sollte die Entfernung jedoch entsprechend variiert werden, da Hitze an empfindlichen Stellen viel intensiver wahrgenommen wird.

Für die Entfernung von Wachs von behaarten Hautpartien gibt es diverse Methoden, von bestimmten Haarbürsten für Tiere bis hin zu Babyöl. Durch Rasur vor dem Spiel kann das Ziepen bei der Wachsentfernung umgangen werden. Die Wachstropfen können natürlich auch mit einer Gerte (s. Eintr.: Reitgerte) oder Peitsche abgeschlagen werden - hierbei werden die Wachspartikel allerdings im weiten Umkreis verteilt.

Die üblichen Bestandteile von Kerzenwachs sind toxikologisch unbedenklich, auch auf Schleimhäuten.

 

Synonyme: Kerzen, Wachsspiele, Wax

Auf diesen Eintrag verweisen: Bienenwachs, Fußfolter

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Stand: 06.03.2003.

 

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